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Röteln

Röteln sind eine höchst ansteckende und weit verbreitete Virusinfektion. Die Übertragung geschieht durch Tröpfcheninfektion. Die Immunität besteht lebenslang. Die meisten Menschen infizieren sich mit dieser Krankheit schon als Kind (Kinderkrankheit). Trotzdem besitzen circa 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter keine Abwehrkräfte. Die Krankheit verläuft beim gesunden Menschen normalerweise harmlos, oft sogar unbemerkt. Kleinfleckiger Ausschlag, leichtes Fieber und Lymphknotenschwellungen im Hals- und Kopfbereich sind Zeichen einer Rötelinfektion.

Fatale Auswirkungen hat eine Rötelninfektion in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft. Bis zu 60% beträgt das Risiko einer Fruchtschädigung bei der Erstinfektion der Mutter in diesem Zeitraum. Herzfehler, schwere Schädigungen an Augen, Ohren oder Gehirn sind charakteristisch. In schweren Fällen kann es zu Fehl- oder Totgeburten kommen.

Möchte eine Frau schwanger werden, sollte sie unbedingt einen Bluttest durchführen lassen, der Auskunft gibt, ob sie Abwehrkräfte gegen Röteln besitzt. Der sogenannte "Titerwert" wird bestimmt. Bei fehlenden Titer oder einem Titerwert, der unter 1:8 liegt, muss eine Impfung gegen Röteln (Lebendimpfstoff) durchgeführt werden. Ab diesem Zeitpunkt darf die Frau auf keinen Fall für mindestens 28 Tage schwanger werden. Zu empfehlen ist, drei Monate vor Schwangerschaftsbeginn zu impfen.

Leider wird bei sehr vielen Frauen erst bei der ersten Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung festgestellt, dass sie keinen ausreichenden Schutz besitzen. Hatte die Schwangere Kontakt mit Erkrankten, so wird ihr behandelnder Arzt die Antikörper-Konzentration im Blut laufend untersuchen, um eine Ansteckung zu erkennen. Prophylaktisch verabreichte spezielle Antikörperpräparate sind nur zwei bis acht Tage nach der Infektion wirksam. Treten bereits Krankheitszeichen auf, gibt es keine Möglichkeit des Eingreifens mehr.

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