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Schwangerschaftsblutung

Blutungen in der Schwangerschaft müssen immer ernst genommen. Sie sind Anlass, den behandelnden Mediziner zu konsultieren. Aber nicht alle Blutungen gefährden die Schwangerschaft.

Man rechnet bei ungefähr 20% aller Schwangerschaften mit Blutungen in der Frühschwangerschaft. Manchmal zeigt sich ein leicht blutiger Ausfluss in der 4. Woche nach der letzten Menstruation. Dabei handelt es sich um die sogenannte Nidations- oder Implantationsblutung. Bei der Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut eröffnen sich mütterliche Blutgefäße. Normalerweise passiert dies unbemerkt. Manchmal ist die Blutung aber stärker und wird als blutiger Ausfluss wahrgenommen. Diese Blutungen sind harmlos.

Nicht selten treten in der Frühschwangerschaft auch leichte Blutungen zu dem Zeitpunkt auf, an dem normalerweise die Menstruation stattgefunden hätte. Die Schwangerschaft wird dadurch oft erst verspätet bemerkt. Diese Blutungen sind aber kürzer und weniger intensiv als die normalen Menstruationsblutungen. Die weitere Schwangerschaft verläuft meistens völlig normal.

Treten die Blutungen in Kombination mit heftigen Schmerzen auf, sollte sofort das nächste Krankenhaus oder der behandelnde Arzt aufgesucht werden. Es könnte sich um eine Eileiterschwangerschaft handeln, die operativ behandelt werden muss.

Grundsätzlich besteht der Verdacht auf eine drohende Fehlgeburt bei leichten bis mittelstarken Blutungen oder bräunlichem Ausfluss in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft.

Bei Blutungen ab etwa der 28. Schwangerschaftswoche informieren Sie sofort ihren Arzt. Sie könnten ein Anzeichen einer Plazentaablösung oder einer drohenden Fehlgeburt sein. Treten in der Spätschwangerschaft plötzlich heftige Blutungen auf, legen Sie sich sofort hin und lassen sich liegend mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus bringen.

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