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Dammschnitt (Episiotomie)

Der Scheidendammschnitt verläuft entweder in der Mittellinie (median) entlang der natürlichen Dammnaht oder er wird seitlich (mediolateral oder lateral) angesetzt. Der mediane Schnitt ist im Vergleich zum seitlichen Schnitt kürzer, bereitet weniger Schmerzen, heilt besser und die entstehende Narbe stört kaum. Jedoch reißt er gelegentlich noch weiter bis zum Afterschließmuskel ein. Daher bevorzugen die meisten Ärzte einen seitlichen Einschnitt. Er verursacht oft Beschwerden. Sie sind für die Frau oft schlimmer als die ganze Geburt. Bei dem Schnitt entstehen häufig Gefäßverletzungen. Es können sich Blutergüsse bilden. Sie können die normale Heilung verzögern und bereiten zusätzlich Wundschmerzen. Die Wunde kann sich auch entzünden. Im Narbenbereich können auch Verhärtungen und Wucherungen entstehen. Dadurch treten vor allem beim Sitzen Probleme auf. Die Lust auf Geschlechtsverkehr kommt oft völlig zum Erliegen. Erschreckend viele Frauen empfinden den Schnitt über Jahre als grobe Verletzung ihres Intimbereichs. Die Episiotomie sollte daher nur sehr wohl überlegt erfolgen und nur, wenn bestimmte Situationen es verlangen.

Der Schnitt wird erforderlich,

Früher war der Dammschnitt eine routinemäßige geburtshilfliche Maßnahme und wurde bei fast jeder Erstgebärenden durchgeführt.

Folgende Gründe wurden dafür angeführt:

Auf alle Fälle ist es ratsam, bei einem Informationsabend in Ihrer favorisierten Entbindungsklinik nach der Dammschnittrate zu fragen. Lassen Sie sich auch die Gründe, die in dieser Klink zu einem Dammschnitt führen, erläutern. Beträgt die Dammschnittrate mehr als 30 bis 40%, so ist dies ein Zeichen dafür, dass die Klinik nicht auf dem neuesten Stand der Geburtshilfe ist.

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