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Plazentainsuffizienz

Bildung und Funktion der Plazenta

Die Plazenta (Mutterkuchen) wird gebildet aus den Chorionzotten (zunächst winzige wurzelähnliche Ausläufer des Keimlings) und aus einer vom Uterusgewebe aufgebauten Schleimhautschicht. Mit der fortschreitenden Entwicklung des Fötus wächst auch sie. Ihre Aufgabe ist unter anderem die Ernährung des Ungeborenen. Auch stellt sie ein Atmungs- und Ausscheidungsorgan für das Kind dar. Das Ungeborene wird mit Sauerstoff, Nährstoffen und Flüssigkeit durch die Plazenta versorgt, kindliche Abfallprodukte aus seinem Stoffwechsel "entsorgt" der Mutterkuchen. Die beiden Blutkreisläufe sind jedoch voneinander durch eine dünne Membran getrennt. Mütterliches und kindliches Blut mischen sich nicht.

Weitere Aufgaben der Plazenta sind die Bildung von schwangerschaftserhaltenden Hormonen und von Immunstoffen zur Infektionsabwehr. Außerdem hat sie eine Filterfunktion für Schadstoffe und Krankheitserreger. Jedoch sind einige Keime und Gifte plazentagängig. Sie stellt also keinen 100%igen Schutz dar.

Bei einer Plazentainsuffizienz führt die verminderte Stoffwechselleistung der Plazenta zu einer Unterversorgung des Ungeborenen mit Nährstoffen. Der Mutterkuchen verändert sich während der Schwangerschaft und es entstehen Verkalkungen. Bei einigen Frauen tritt dieser Alterungsprozess der Plazenta schon zu früh in der Schwangerschaft auf. Die Durchblutung des Mutterkuchens wird schlechter und das Kind wird schlechter versorgt.

Folgen einer Plazentainsuffizienz

Ist die Ernährungsfunktion der Plazenta eingeschränkt, wächst das Kind weniger, reift aber ansonsten völlig normal heran. Nach der Geburt kann es schnell an Gewicht zunehmen. Bei einer Unterversorgung des Fötus mit Sauerstoff über einen längeren Zeitraum, können lebensgefährliche Schäden auftreten. Eventuell muss sofort die Geburt eingeleitet oder ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Risiken für eine Plazentainsuffizienz

Eine Plazentainsuffizienz tritt gehäuft auf bei:

Hinweise auf eine Plazentainsuffizienz

Anzeichen einer möglichen Insuffizienz sind eventuell ausbleibende Gewichtszunahme der werdenden Mutter, reduzierte Größenzunahme der Gebärmutter, ungünstige Lage des Fötus (Querlage), ein zu kleines Kind und eine zu geringe Fruchtwassermenge.

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