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Stillen

Fast jede Frau ist in der Lage zu stillen. Die erste Zeit des Stillens sollte die Mutter als Beruf auffassen, was bedeutet, dass Sie sich bereits während der Schwangerschaft umfassend darüber informieren muss. Wichtig ist es auf jeden Fall auch Hilfe anzunehmen. So kann bei Stillproblemen die ganze Stillzeit eine Hebamme zu Rate gezogen werden. Auch Still- und Laktionsberaterinnen bieten ihre Hilfe an. Arbeiten sie ehrenamtlich, so müssen Sie diese Hilfe nicht bezahlen. Die La Leche Liga vermittelt ehrenamtliche Stillberaterinnen. Ebenfalls hilfreich und darüber hinaus eine gute Gelegenheit, um mit anderen Müttern Kontakte zu knüpfen, sind Stillgruppen. Häufig werden diese Gruppen von einer Hebamme oder Stillberaterin begleitet.

Stillen?

Muttermilch ist die von der Natur vorgesehene Nahrung für einen Säugling. Sie ist von der physiologischen Zusammensetzung her optimal auf die Bedürfnisse des Kindes in den ersten sechs Monaten abgestimmt. Stillen bringt viele Vorteile:

Es gibt allerdings auch medizinische Gründe dafür, der Mutter vom Stillen abzuraten. Bei einer offenen Tuberkulose darf die Mutter nicht stillen. Ebenso sollte sie auf das Stillen verzichten, wenn sie HIV-positiv ist. Mit der Muttermilch kann das Virus auf das Baby übertragen werden.

Ist die Mutter gesundheitlich sehr geschwächt, beispielsweise aufgrund einer schweren Infektion oder einer Krebserkrankung, sollte Sie mit Rücksicht auf ihre eigene Gesundheit nicht stillen. Manche Medikamente, die die Mutter nehmen muss, gehen in die Muttermilch über und können dem Säugling schaden. Erkundigen Sie sich bei jedem Medikament bei Ihrem Arzt, ob Sie es in der Stillzeit nehmen dürfen.

Natürlich können auch persönliche Gründe die Mutter vom Stillen abhalten, beispielsweise wenn Sie sehr schnell wieder in den Beruf zurückgehen will oder muss.

"Flaschenkind"

Denken Sie nicht, dass Ihr Kind ein Leben lang benachteiligt ist, nur weil es mit der Flasche ernährt wurde. Die industriell hergestellte Milch kann die Muttermilch nicht völlig imitieren, aber es wird ständig versucht, sie immer weiter zu verbessern. Das Gefühl von Nähe und Geborgenheit kann einem Flaschenkind ebenso vermittelt werden.

Schadstoffe

Die Muttermilch ist mit Schadstoffen, die die Mutter ihr Leben lang aufgenommen hat, belastet. Jedoch überwiegen die einmalige Zusammensetzung der Muttermilch und das innige Zusammensein von Mutter und Kind diese negative Tatsache auf. Sollten Sie an ihrem Arbeitsplatz besonderen Schadstoffen ausgesetzt gewesen sein, so können Sie Ihre Muttermilch auf Rückstände testen lassen. Adressen vermitteln Kinderärzte oder das Gesundheitsamt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Sie während der Stillzeit nicht zu stark abnehmen. In den Fettdepots sind die Schadstoffe gespeichert. Wenn der Körper die Fettzellen entleert, gelangen die Schadstoffe verstärkt in die stark fetthaltige Muttermilch.

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